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Jeder dritte Erwachsene leidet im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung, was ungefähr 16 Millionen Menschen im Jahr entspricht. Nur 3 Prozent fühlen sich jedoch veranlasst, eine Behandlung in Anspruch zu nehmen. Diese zögerliche Haltung ist wahrscheinlich einerseits mit einem Mangel an Informationen und Aufklärung über psychische Krankheiten zu erklären und andererseits mit Scheu, denn obwohl die meisten Menschen psychische Störungen kennen, haben sie vielleicht doch so ihre Probleme, sich diese auch einzugestehen. Außerdem ist es für die Betroffenen auch mitunter nicht einfach, den passenden Ansprechpartner auszuwählen, denn die Berufsbezeichnungen können irritierend sein – woher soll man wissen, ob man sich besser an einen Psychologen, Psychotherapeuten oder an einen Psychiater wendet?

Psychologen haben Psychologie studiert und ihr Studium mit einem Diplom abgeschlossen – viele Psychologen werden nach ihrem Studium Psychotherapeuten, die Mehrzahl von ihnen sucht sich jedoch andere Tätigkeitsfelder, beispielsweise in sozialen oder wirtschaftlichen Bereichen. Psychotherapeut dürfen sich nur die Personen nennen, die approbiert und dementsprechend ausgebildet sind. Psychiater hingegen haben eine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Ihre Ausrichtung besteht mehr in der körperlichen Sicht auf Ursachen und Heilungsmöglichkeiten von psychischen Problemen. Die Behandlung der Patienten mit Medikamenten (Psychopharmaka) steht bei einem Psychiater daher im Vordergrund und kann von psychotherapeutischen Massnahmen begleitet sein.

Es gibt aber auch andere Ärzte, die eine psychotherapeutische Tätigkeit ausüben können, beispielsweise Fachärzte der Nervenheilkunde, der Neurologie, der psychotherapeutischen Medizin und der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie diejenigen, die über eine Heilerlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz verfügen und alle weiteren Ärzte, die eine eine Weiterbildung in Psychotherapie vorweisen können.

psychotherapeutenkammern

Generell kann man sagen dass es immer wichtig ist zu wissen, welcher Arzt mit welcher Berufsbezeichnung einem gegenüber steht und auch ist es wichtig, dass zwischen Patient und Psychotherapeut ein gutes und vertrauensvollen Verhältnis besteht. Anders lässt sich eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit nicht garantieren.

Für Patienten wie für Interessenten an einer Ausbildung/Praktikum gleichermaßen sind zuverlässige und korrekte Kontakte wichtig, die man bei den zuständigen Psychotherapeutenkammern einholen kann. Eine entsprechende Liste finden Sie hier.