Hypochondrie – Wenn die Angst vor Krankheiten das Leben beherrscht
Die Angst vor Krankheiten ist weit verbreitet und doch wird der Leidensdruck der Betroffenen häufig unterschätzt. Von der Umwelt belächelt, fühlen sich Hypochonder häufig unverstanden und im Stich gelassen. Folge daraus ist, dass die Hypochondrie häufig noch verstärkt wird.
10 bis 15 Prozent aller Menschen sind in ihrem Leben zumindest zeitweise von Hypochondrie betroffen. Die Angst vor Krankheiten ist somit weit verbreitet und beeinflusst die Lebensqualität der Betroffenen extrem. Das Leben dreht sich häufig nur noch um die Angst, denn jedes noch so kleine Zwicken oder Ziehen im Körper ist für Hypochonder ein Grund für Panik. Während von vielen Angsterkrankungen vorwiegend Frauen betroffen sind, sind Männer und Frauen von der Hypochondrie gleich häufig betroffen.
Anders als häufig angenommen sind besonders kreative Menschen häufig von der Angst vor Krankheiten betroffen. Hypochonder neigen dazu sich aktiv für viele Krankheitsbilder zu interessieren und Symptome bei sich selbst wieder zu finden, was die Ängste noch verstärkt. Immer wieder wird die Hypochondrie auch von Hausärzten übersehen, denn vielfach fängt die Hypochondrie schleichend an und so werden häufig Symptome einige Zeit behandelt, bis auf Hypochondrie geschlossen werden kann.
Wie auch focus.de berichtet, ist für Hypochonder eine gezielte Therapie anzuraten, denn nur so gelingt es den Kreis der Angst wirklich zu durchbrechen. Die extreme Selbstwahrnehmung die Hypochonder entwickeln wird häufig belächelt von der Umwelt und dies führt dazu, dass Hypochonder sich noch mehr auf sich und ihre körperliche Verfassung konzentrieren. Neben einer Therapie durch den Psychologen ist es auch wichtig, dass Hypochonder umfassend körperlich untersucht werden, denn häufig werden aufgrund der stetig wechselnden Beschwerdebilder die vorgetragen werden, vorhandene Krankheiten nicht erkannt und so ist es wichtig mit Beginn einer Therapie wirklich einen ausführlichen Gesundheitscheck, durchzuführen.