Soziale Ängste bei Kindern bleiben häufig unerkannt
Ruhig, nett, unauffällig, sind die Begriffe, mit denen Kinder mit sozialen Ängsten häufig beschrieben werden. Gerade im Schulunterricht fallen Kinder mit sozialen Ängsten kaum auf. Einzig und alleine, dass sie häufig zurückhaltend gegenüber Mitschülern sind, wird hin und wieder bemängelt und dass die unauffälligen Kinder sich eher zurücknehmen und die eigenen Bedürfnisse gerne zurückstellen. Was wirklich dahinter steckt, bleibt häufig im Verborgenen.
Soziale Ängste können viele Formen haben und häufig tun Eltern Auffälligkeiten als Entwicklungsphasen ab. Dies kommt auch daher, dass Kinder mit sozialen Ängsten mit der Zeit eigene Strategien entwickeln, um mit ihren Ängsten durch den Alltag zu kommen. Oft zeigt sich, dass Kinder mit sozialen Ängsten schriftlich sehr gute Leistungen in der Schule erbringen, während sie mündlich starke Probleme haben, und versuchen mündlichen Aufgaben aus dem Weg zu gehen.
Innerhalb der Familie fallen die Ängste häufig nur wenig auf, da sich Eltern häufig unbemerkt auf die Problematik einstellen und so problematische Situationen unterbewusst vermieden werden. Kinder mit sozialen Ängsten leiden häufig auch körperlich. So lösen unangenehme Situationen häufig Schweißausbrüche, Bauchschmerzen und Co aus. Häufig werden körperliche Symptome auch behandelt, ohne dass der Zusammenhang mit den vorhandenen Ängsten erkannt wird.
Gerade das nicht Erkennen birgt die Gefahr in sich, denn soziale Ängste verstärken sich mit zunehmendem Alter meist. Je früher soziale Ängste erkannt werden, umso früher kann eine passende Therapie beim Kinder- und Jugendpsychologen eingeleitet werden. neurologen-und-psychiater-im-netz.de berichtet ausführlich über diese Problematik und auch hier wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche mit sozialen Ängste häufig von der Umwelt als angenehm und unproblematisch empfunden werden.
Problematisch ist jedoch, dass Ängste im Grunde bei jedem Menschen zu finden sind und häufig nicht wirklich unterschieden werden kann, was ein gesundes Angstniveau ist und in welchen Fällen die Angst wirklich einen Leidensdruck auslöst und behandelt werden muss.