Allergien und Asthma – Die Psyche mischt mit

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Für alle Menschen, die zur wärmeren Jahreszeit mit Heuschnupfen zu kämpfen haben, gibt es nun interessante Neuigkeiten, denn es könnte sein, dass gar nicht die Pollen daran Schuld sind: Denn Fachleute meinen, dass auch psychische Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen können. So können Konflikte, Angst und Stress die Symptome des Heuschnupfens verstärken. Je mehr man sich auf die Allergie fixiert, umso stärker leidet man demnach auch unter ihr. So ist es wahrscheinlich, dass leicht neurotische und zu Stress neigende Menschen stärker unter einer Allergie leiden aus beispielsweise völlig ausgeglichene Menschen.

Es gibt auch schon ein spezielles Fachgebiet, das sich speziell mit den Zusammenhängen zwischen Nervensystem, Psyche und Immunabwehr beschäftigt: die Neuropsychoimmunologie. Auf diesem Gebiet wurden auch schon verschiedene Tests durchgeführt, die diese These bestätigen. Während diese Aspekte hingegen relativ neu erscheinen, erforscht man den Zusammenhang von Psyche und Asthma schon seit über 100 Jahren – anfänglich wusste man nicht, dass die Symptome des Asthmas durch verschiedene Allergene wie zum Beispiel Tierhaare, Pollen und Hausstaub ausgelöst werden können, weshalb man lange Zeit dachte, dass Asthma tatsächlich durch die Psyche ausgelöst wird. Heute weiß man es zwar besser, ausgeschlossen ist es jedoch dennoch nicht, dass die Psyche Asthmaleiden verstärken kann.

Auch auf diesem Gebiet führte man natürlich diverse Tests durch, und diese bestätigten auch hier einen Zusammenhang. Wenn man Pollenasthmatikern zum Beispiel Kunstblumen vor die Nase setzte, konnte es vorkommen, dass diese unter einer akuten Atemnot litten. Ein weiteres Beispiel: Während viele Menschen beim Anblick einer blühenden Wiese Freude empfinden, äußern sich beim Pollenallergiker schnell die ersten Symptome. In beiden Bereichen sollte man diesen psychischen Faktor also bei der Therapie mit einbeziehen.

2 Kommentare zu „Allergien und Asthma – Die Psyche mischt mit“

  • Richard Friedel:

    Asthma und Psyche

    Der Bestsellerstatus von “Hara Die Erdmitte des Menschen” vor ein paar Jahrzehnten bewies die latente Zuwendung zu japanischen Heilmethoden. Er mahnte eine Art Bauchbewusstsein an, das etwas wie die Weisheit des Ostens sein soll.

    Für die rein praktische Seite eine solche Umstellung haben wir Werke wie japanische Quellen über Atemtechniken siehe z. B http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/…webdata/T3.pdf Seite 98-101 aus “Deep Breathe” von Osamu Tatsumura, mit Hinweis auf Sumo-Kämpfer Hier steht der Druck im Bauch ganz im Mittelpunkt der Überlegungen,

    Warum dieser Faktor im Westen nicht mit dem Verstand wahrgenommen wird ist ein ungeheueres Rätsel, denn im Umkehrschluss beim Lockerlassen der Muskeln um den Bauch wird die Atmung unerträglich schwach und fast asthmatisch.

    Aber viele interessierte Patienten würden auch von einer Unterstützung durch eine Psychotherapeuten profitieren, obwohl er eine andere Deutung von Asthma gelernt hat. Richard Friedel

  • Jan:

    Okay..Interessanter Ansatz! Aus dieser Perspektive hab ich die Ausprägung meiner Heuschnupfenattacken noch gar nicht betrachtet…

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