Zu wenig Schlaf kann Depressionen bei Jugendlichen verstärken
Depressionen bei Heranwachsenden sind keine Seltenheit und häufig sind die Ausmaße erheblicher als das Umfeld annimmt. Doch die Anfälligkeit für Depressionen in jungen Jahren hängt auch vom vorhandenen Schlafrhythmus ab, wie neurologen-und psychiater-im-netz.de berichtet. Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist ausschlaggebend für die Psyche von Heranwachsenden, dies zeigt deutlich eine Untersuchung, die mit 16.000 Schülern und Eltern durchgeführt wurde. Hier wurden die Schlafgewohnheiten genau unter die Lupe genommen. Es zeigte sich deutlich, dass rund 13 Prozent an Depressionen mit Selbsttötungsabsichten litten. Da die durchschnittliche Schlafdauer der Schüler bei sieben Stunden und 53 Minuten lag, können Rückschlüsse daraus gezogen werden, denn Jugendliche sollten mindestens 9 Stunden schlafen pro Nacht. Eine Verbindung zwischen Schlafdauer und Depressionen ließ sich, laut des Studienleiters, deutlich erkennen.
Der Vorsitzende des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiater stellte klar, dass ein Unterschied deutlich wird, zwischen Jugendlichen die vor 22 Uhr schlafen gehen und Jugendlichen die erst nach Mitternacht ins Bett finden. So steigt das Risiko für die Jugendlichen um ganze 24 Prozent an Depressionen zu erkranken, wenn sie erst nach Mitternacht ins Bett gehen. Doktor Maik Herberhold weist auch auf eine Studie der der Columbia University of New York hin. Die US-Forscher veröffentlichten eine Studie, die deutlich zeigt, dass bei Jugendlichen die regelmäßig weniger als fünf Stunden Schlaf für sich beanspruchen, das Risiko an Depressionen zu erkranken um ganze 71 Prozent steigt. Zudem neigen Jugendliche mit zu geringem Schlaf viel häufiger zu Selbsttötungsgedanken, als Jugendliche die ausreichend schlafen.
Eltern sollten deshalb ein genaues Auge auf das Schlafverhalten ihrer Kinder werfen, denn ausreichend Schlaf ist das A und O für das Wohlbefinden der Kinder. Veränderungen im Verhalten, sollten immer ernst genommen werden und häufig lässt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Schlafmangel und lustlosem bis depressivem Verhalten feststellen.