Beziehungsangst – Wenn Angst eine Partnerschaft verhindert

Bindungsangst ist weiter verbreitet als oft gedacht. Häufig fällt die Angst vor Bindungen dem Umfeld auch nicht auf, da Freunde vorhanden sind und Betroffene im Grunde den Wunsch nach einer Bindung haben. Das Umfeld bezeichnet Betroffene oft als beziehungsunfähig oder als schwierig. Die Wahrheit liegt aber häufig tiefer.

Häufig zeigt sich die Bindungsangst der Betroffenen nicht am Anfang einer Beziehung, da anfänglich die Bindung noch nicht so eng ist, doch mit der Zeit kommt diese häufig deutlich zum Vorschein. Der Kommunikationscoach Karsten Noack weißt auf news.de darauf hin, dass manches Verhalten schon anfänglich deutliche Hinweise gibt. Auch sollten Betroffene nie in die Enge getrieben werden mit Fragen.

Man sollte nie unterschätzen, dass Betroffene häufig einen extremen Wunsch nach einer Partnerschaft verspüren, aber auf Grund von gewohnten Verhaltensmustern zur Flucht neigen und sich verschließen. Die Ursachen können vielfältig sein und so können negative Erlebnisse in ehemaligen Partnerschaften genauso eine Rolle spielen, wie Erlebnisse in der Kindheit. Oft steht mangelndes Urvertrauen hinter der Angst vor Beziehungen. Es ist schwierig hier enge Bindungen aufzubauen, jedoch nicht unmöglich und natürlich bedarf es Geduld und Zeit.

Zwar können offene und feinfühlige Gespräche eine Grundlage bringen, um langsam Vertrauen in einer neue Partnerschaft aufzubauen, doch letztlich ist häufig die Hilfe eines Therapeuten unumgänglich. So kann auch der neue Partner durch den Therapeuten unterstützt werden, denn wer sich auf eine Beziehung mit einem Menschen, der unter Beziehungsstörungen leidet, einlässt, der muss auch Rückschläge hin nehmen und wird immer wieder an die persönlichen Grenzen stoßen.

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