Übersteigertes Selbstbild entsteht im Gehirn und nicht durch das Umfeld
Jeder kennt es, es gibt einfach Menschen die so sehr von sich selbst überzeugt sind, dass sie sich selbst ganz anders einschätzen, als das Umfeld dies tut. Häufig wird die Meinung vertreten, dass dies durch die Erziehung kommt, doch der Grund liegt in der Gehirnaktivität. Wie npin.de berichtet, wurde an der University of Texas in Austin ein Versuch mit 20 Teilnehmern gestartet und hier kamen die Wissenschaftler zu eindeutigen Ergebnissen. Das Geheimnis liegt am Einsatz der Frontlappen, denn je geringer ihre Aktivität, desto mehr sehen sich Menschen nicht mehr real, sondern entwickeln ein übersteigertes Selbstbild. Die Probanden die eine sehr präzise Selbsteinschätzung an den Tag legten, wiesen entsprechend eine gesteigerte Aktivität der Frontlappen auf.
Besonders der Bereich des präfrontalen Kortex, zeigte eine sehr geringe Aktivität bei den Probanden, die an einem überzogenem Selbstbild litten. Dieser Bereich der Frontlappen ist besonders für Planungen, logisches Denken, der Findung von Problemlösungen und bei der Entscheidungsfindung überaus wichtig.
Die neuen Erkenntnisse sind ein erster Schritt um bestimmte Erkrankungen und Alterserscheinungen weiter in ihrer Entstehung zu erforschen, denn auch hier lässt sich ein Zusammenhang zu bestimmten Charakterzügen und Verhaltensänderungen herstellen.